Silvia Szlapka
’PottPeople’
Die aktuelle Serie ‘PottPeople’ zeigt Portraits aus dem Ruhrgebiet.
Diese Bilder erheben jedoch weder den Anspruch einer enzyklopädische Ansammlung
der ‘Ruhrgebietler’, noch will ich mit ihnen bekannte Vertreter des öffentlichen Lebens darstellen.
Es sind subjektiv gewählte Menschen, die mir begegnen - Fremde - Freunde - Junge - Alte.
Den typisierten Ruhrpottmenschen vom Pütt gibt es so nicht mehr.
Gleichermaßen wie die Zechen sich zur Industriekultur wandelten, so haben sich auch die
Menschen gewandelt.
Dargestellt im Anschnitt, reduziert auf eine Gesichtshälfte nehmen die Portraits uns einen Teil
ihrer ganzen ‘Wahrheit’. Die Menschen orrientieren sich in einem Gespräch gerne an den Augen
ihrer Gegenüber. Ich habe dem Betrachter diesen Anker- und Lesepunkt für Reaktionen
und Empfindungen durch die Sonnenbrille genommen.
Das Erkennen von Regungen über die verbleibene Gesichtspartie fällt schwierig und irritiert.
So wird es dem Betrachter schwer fallen, die abgebildete Person zu ‘lesen’.
Die Spiegelung in den Gläsern der Sonnenbrille zeigt ihre unmittelbare Umgebung.
Sie stehen im Vordergrund des Bildes vor einem in Grau gehaltenen Hintergrund,
welcher städtische Ansichten oder Motive der Industriekultur zeigt.


















