Atomic

Atomic

Der Moment bei Minute 0:42 ist genauso ein Augenblick, um den es in der Musik geht: Wenn diese eine Gitarre einsetzt, die man gar nicht so im Vordergrund hört, dann geht die Sonne auf – Nachts um halb vier im Club, von dessen Decke gerade der Schweiß tropft, weil darunter die Indie-Kids kollektiv durchdrehen. „Sunshine Bliss“ von Atomic ist ein Hit, ein Treffer, genau in die Mitte der großen Kunstform „Pop“. Und die jungen Herren aus dem bayerischen Nest Furth im Wald und aus München haben das bestimmt schon im Studio gemerkt. Man stelle sich nur die Gesichter der fünf Musiker vor, als sie zum ersten Mal den Song zu Ende gespielt hatten. Da muss doch ein Blitz durch ihre Herzen gegangen sein. Gefolgt von der aufgehenden Sonne. Samt Regenbogen. Atomic haben es nach bisher wirklich unzähligen Konzerten (unter anderem gemeinsam mit den Babyshambles, Paul Weller, den Sportfreunden Stiller, Tomte und mit Madsen) und zwei wirklich großartigen Alben geschafft, dass ihnen der ganz große Wurf gelingt. So eine kleine Nummer, bei der man die Fäuste in die Luft schmeißt. Schmeißen muss. Den Pop-Hit unter den Rock-Klassikern. Mit Strokes-Akkorden und Beach Boys-Harmonien. Mit dem einen The Clash-Riff, dass jede Band mindestens einmal gerne genauso schneidig hinkriegen würde. Mit dem feinen Gespür für die richtigen Wendungen, die Noel Gallagher früher auch mal komponieren konnte und dem nötigen Hitpotenzial – Stichwort: „Country House“ oder nennen wir die Beatles doch beim Namen: „I feel fine“. Da haben ein paar junge Herren viel Musik gehört und dabei einiges verstanden. Und sie haben das Beste draus gemacht. Nämlich ihre neue Single.

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Monkey Fingers

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